Verbraucherschutz will BILLIGFLIEGER verklagen


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Verbraucherschutz will BILLIGFLIEGER verklagen

Beitragvon klinzi » 29.12.2004, 17:34

Wenn Sie nachfolgenden Artikel zitieren möchten, dann geben Sie bitte als "Quelle:www.megaflieger.de, der Billigflieger Überblick" an.
Bei weiteren Fragen: Megaflieger Presse Lounge


04.08.2006

Die Verbraucherschützer (Verbraucherzentrale Bundesverband vzbv) drohen mit der Unterlassungsklage, falls die sogenannten BILLIGFLIEGER nicht bis zum Ende einer bestimmten Frist die Änderung ihrer Werbe-Praxis erklären.

Heute endet die Frist für einige Airlines und es gibt erste Stellungnahmen der Unternehmen!

Wegen des Vorwurfs irreführender Preise sind mehrere BILLIGFLIEGER in das Visier der Verbraucherschützer geraten. Die Airlines Aer Lingus, Condor, Easyjet, Germanwings, Hapag Lloyd, HLX, LTU und Ryanair sind von der Verbraucherzentrale unter Androhung einer Unterlassungsklage abgemahnt worden.

Grund dafür sind die Billigangebote mit denen die sogenannten Billigflug Airlines werben. Oft wird mit einem Preis geworben, zu dem das Flugticket letztendlich nicht zu bekommen ist. Es kommen meist noch Entgelte wie Flughafengebühren, Kerosinzuschläge und andere Aufschläge hinzu. So können die Endkosten um ein Vielfaches höher sein, als die in der Werbung angegebenen Preise.

Außerdem ist es den Verbraucherschützern ebenso ein Dorn im Auge, das oft im Rahmen einer Werbeaktion Tickets zu einem Werbepreis angeboten werden, aber die Sitzplatzkontingente zu dem Preis sehr eingeschränkt sind. So hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband schon 2003 bezüglich einer Werbung von Hapag Lloyd Express vor dem Landgericht Hannover Klage eingereicht. Auslöser war eine Werbung, in der das Unternehmen mit einem günstigen "ab-Preis" von 19,99 Euro geworben hat, ohne aber darauf hinzuweisen, dass im Schnitt lediglich 9 von 144 Sitzplätzen (6,3 % des Gesamtvolumens pro Flug) für diesen Preis zur Verfügung standen. (Quelle: Pressemitteilung des vzbv vom 02.05.2003). Ein Sprecher von HLX verwies darauf, das bei dieser Aktion 10% zur Verfügung standen.

Bisher wurden die Verstöße der BILLIGFLIEGER gegen die Preisangabenverordnung von den Gerichten als Bagatelle eingestuft. Nun hoffen die Verbraucherschützer aber, mit Hilfe der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs auf eine Umsetzung geplanter EU-Regelungen, die den Markt transparenter machen sollen. Sollten die neuen EU Richtlinien die Nennung von Festpreisen bei der Werbung von Flugreisen vorsehen, so wäre es vorstellbar das auch die deutschen Gerichte ihre Auffassung gegenüber der momentane Werbepraxis überdenken würden.

Heute laufen die ersten Mahnfristen für Hapag Lloyd (Hapagfly) und LTU ab. LTU hatte schon bekannt gegeben, das sie nicht bereit sind eine Erklärung zur Änderung der Werbepraxis zu unterschreiben. Auf eine Anfrage von Megaflieger.de bei Hapag Lloyd (Hapagfly) hatte der Pressesprecher der hannoverschen Fluggesellschaft Herr Zimmermann bestätigt, das "Hapag Lloyd keine Unterlassungserklärung abgeben wird, da aus Sicht des Unternehmens kein Verstoß gegen die Preisangabenverordnung vorliegt."

(Quelle: http://www.megaflieger.de/BILLIGFLIEGER/index.html )

Sollte es bei den Airlines nun zu keiner Erklärung kommen, so müßte der Verbraucherschutzverband im nächsten Schritt eine Unterlassungsklage anstreben.

Das BILLIGFLIEGER-Portal Megaflieger.de hat ebenfalls jetzt Statistiken zu der Verfügbarkeit von Billigpreis-Tickets veröffentlicht. Eine Auswertung von ca. 3000 Buchungsanfragen im Zeitraum Mai bis Juli 2007 sollte zeigen, ob zum Buchungszeitpunkt billig gebucht werden konnte oder nicht.

Das Ergebnis war, dass wenn man die Verfügbarkeit insgesamt betrachtet, so liegt die Quote der Billigpreis Tickets bei ungefähr 10 % im Durchschnitt aller getesteten Billigflug Airlines. Getestet wurden Air Berlin, Condor, flydba, easyjet, Germanwings, Hapagfly, HLX, LTU und Ryanair. Diese Quote ergibt sich aus einem dreimonatigem Mittel. Betrachtet man hingegen einen Zeitraum zu denen die großen Werbeaktionen mit den damit verbundnen Preisangeboten stattfinden, dann verschiebt sich das Bild stark. Verbraucher, die zum Zeitpunkt der Preisaktionen buchen, fliegen meist wesentlich günstiger. Ein gutes Beispiel hierfür ist eine große Werbeaktion der Fluggesellschaft Condor und Megaflieger.de im Monat Juli. Es wurden 50.000 Flüge für 29,- Euro Festpreis innerhalb von zwei Tagen vergeben. Bei der Aktion fanden nach den Statistiken von Megaflieger zwölf mal mehr User ihren Billigflug bei Condor, als im monatlichen Mittel.

Fazit der Auswerung ist, das die sogenannten Billigflüge nach wie vor nur in begrenzten Kontingenten ausgegeben werden, aber die Verfügbarkeit dieser Kontingente zum Zeitpunkt der Werbeaktionen der Airlines stark ansteigt. Der Verbraucher sollte sich daher über den Zeitpunkt der Werbeaktionen auf dem Laufenden halten.


Autor: klinzi, Megaflieger Presse Lounge
klinzi
 


Beitragvon vivaldi » 05.08.2006, 10:18

..ich habe letzten ein Ticket gekauft bei einer Airline die mit Preisen zu 19,99 Euro wirbt. Dazu sind noch Flughafengebühr, Kerosinzuschlag und andere Aufschläge gekommen. Letztendlich habe ich roundabout 84,- Euro für das Ticket bezahlt. Ist das nicht dreist? :( :(
vivaldi
 

Beitragvon ecki » 05.08.2006, 10:22

Nein das finde ich nicht. Erstens hat die entsprechende Airline ja nicht mit 19,99 geworben sondern mit ab 19,99 Euro und zweitens werden die Kunden ja nicht mit dem Festpreis überrascht, denn dieser wird ja vor Buchungsabschluß ausgewiesen. Und zwar einzeln aufgeschlüsselt. :!:
ecki
 

Beitragvon klinzi » 05.08.2006, 10:23

ja aber warum werben denn dann die Billigflieger zu diesen Preisen, wenn man diesen Preis doch nicht bekommt? HÄ?
klinzi
 

Beitragvon Sarah » 05.08.2006, 10:35

Ok ich will micht nicht auf die Seite der Unternehmen stellen, aber geworben wird mit einem Grundpreis der für alle Strecken gleich ist. Die Aufschläge gleich zu einem Festpreis zusammenzurechnen und für die verschiedenen Strecken auszuweisen ist deswegen schwierig, da die meisten Billigflieger je nach Länge der Strecken den Kerosinzuschlag berechnen und je nach Kosten der Flughäfen die Flughafen Gebühr berechenen. Das heißt je nach Strecke und Ziel ergibt sich ein verschiedener Preis. Ich finde das sogar besser als die Preise gleichzumachen. Davon liest man in den Medien nix. Es ist gut wenn der Flugast je nach Strecke verschiedene Aufschläge bezahlt. Also mehr Kerosinsteuer bezahlt, wenn er weiter fliegt und mehr Flughafengebühr bezahlt ,wenn er auf einem teureren Hauptflughafen landet. Das wäre nicht mehr möglich, wenn nur noch Endpreise beworben werden dürften.
Sarah
 

Beitragvon Fachmann » 05.08.2006, 10:36

wiso wäre das nicht möglich, die Airlines würden dann einfach mit Endpreisen werben
Fachmann
 

Beitragvon Sarah » 05.08.2006, 10:43

wenn es nur noch Endpreise statt Grundpreise gäbe, dann würde doch keiner mehr genau auf die Aufschläge achten. Und es ist auch gut für das Umweltbewußtsein der Verbraucher, wenn die Kerosinsteuer unterschiedlich hoch ist. Wir haben ja in anderen Reisesegmenten Festpreise zB für Last Minutes. Da weiß dann keiner mehr wofür er bezahlt. Was kostet eigentlich bei einer Last Minute Reise 2 Woche Malle der Flug und was kostet das Hotel und was das Frühstück - mehr Preistransparenz bietet da der Grundpreis mit einzeln ausgewiesenen Aufschlägen!
Sarah
 

Beitragvon jetleg » 05.08.2006, 10:48

Ich glaube das Problem ist das das Grundpreissystem nicht allen geläufig ist und das viele Verbraucher einfach davon ausgehen das wenn Sie 19 Euro lesen auch einen Flug für 19 Euro bekommen müßten und wenn nicht ärgerlich werden. Wer möchte sich da an der Diskussion beteiligen. Viele glauben es gibt inzwischen die Tickets hinterher geschmissen und sind enttäuscht wenn dem nicht so ist.
jetleg
 

Beitragvon zebra » 05.08.2006, 10:49

Aber es doch die Billigflieger daran Schuld, das die Verbraucher das Gefühl bekommen das es die Flüge quasi für lau gibt :idea:
zebra
 

Beitragvon ecki » 05.08.2006, 10:54

Es wird überall mit "ab" Preisen geworben! Man sollte mal eine Meinungsumfrage machen, wieviel der Verbraucher nicht wissen, das zu den Grundpreisen der Billigflug Airlines nicht noch Aufschläge dazu kommen. Ich denke :roll: , das all die modernen Menschen die ins Internet gehen und online ihre Flüge buchen auch wissen das Aufschläge dazu kommen. Die wollen es nur billiger, das ist alles.
ecki
 

Beitragvon jetleg » 05.08.2006, 10:58

Ja das stimmt, aber es ist gut das jetzt etwas passiert. Es hat auch schon Missbrauch mit den Aufschlägen gegeben. So hat zB Ryanair mal eine Flughafengebühr für eine bestimmte Strecke verlangt, obwohl die für den Zielflughafen Charleroi null Flughafengebühr ausgehandelt hatten. Da war es gut das der Verbraucherschutz aktiv geworden ist. Auch bezüglich der Größe der Sitzplatzkontingente.
jetleg
 

Beitragvon admin » 05.08.2006, 11:02

Admin: ja das stimmt!

In der letzten Zeit gibt es zunehmend mehr Werbeaktionen der Billigflieger die mit Festpreisen werben. Siehe Megaflieger Newsticker! Zum Beispiel die Aktion von Condor: 50.000 Fliegentickets zum 19,- Euro Festpreis! Oder die letzte Germanwings Aktion: 50.000 Flüge zum Festpreis für 49,- Euro!

Megaflieger hält Sie in seinem Newsletter über alle Werbeaktionen auf dem Laufenden. Denn wer die Infos hat fliegt billig!
admin
Site Admin
 

Beitragvon worldwidewech » 05.08.2006, 11:04

Auch das stimmt. Gerade der Billigflugmarkt ist so angelegt das viele von den billigen Tickets wissen aber nur wenige, die wissen wie es geht wirklich die Tickets bekommen. Man muß eben wissen, wann die Werbeaktionen laufen und dann zuschlagen.
worldwidewech
 

Beitragvon admin » 05.08.2006, 11:08

Danke Danke!

Schon ca 58.000 Leute haben haben unseren Forumsbeitrag
Links sind nur für registrierte User sichtbar. gelesen.
admin
Site Admin
 

Beitragvon reisetiger » 05.08.2006, 11:09

ok, aber wie geht es jetzt weiter?
reisetiger
 

Beitragvon admin » 05.08.2006, 11:10

LTU hatte schon bekannt gegeben, das sie nicht bereit sind eine Erklärung zur Änderung der Werbepraxis zu unterschreiben. Auf eine Anfrage von Megaflieger.de bei Hapag Lloyd (Hapagfly) hatte der Pressesprecher der hannoverschen Fluggesellschaft Herr Zimmermann bestätigt, das "Hapag Lloyd keine Unterlassungserklärung abgeben wird, da aus Sicht des Unternehmens kein Verstoß gegen die Preisangabenverordnung vorliegt."
admin
Site Admin
 

Beitragvon worldwidewech » 05.08.2006, 11:13

wichtig ist meines erachtens auch zu wissen ob die Höhe der jeweiligen Zuschläge für Flugháfen, Kerosin oder Service auch gerechtfertigt ist. Darum sollte doch vielmehr gehen. Aber davon liest man nicht viel. Wird der Sache nachgegangen?
worldwidewech
 

Beitragvon Fanta4 » 05.08.2006, 11:24

Zur Zeit wird viel Wind gemacht - ich bin ja froh, wenn die Herren Verbraucherschützer mal ruhig insich gehen.

z.B. folgender Beitrag auf
Links sind nur für registrierte User sichtbar.

..das schreiben die von der Verbraucherzentrale:

-"Umbuchungen oder Stornierungen von Billig-Tickets sind zum Teil gar nicht oder nur gegen Gebühr möglich".
:arrow: das ist bei fast allen Airlines so, nicht nur bei den Billigfliegern!


-"Auch fürs Bezahlen mit der Kreditkarte verlangen einige Billigairlines gesonderte Gebühren."
:arrow: das ist bei fast allen Airlines so, nicht nur bei den Billigfliegern!

-"Wer Bordverpflegung wünscht, muss hierfür bei den Low-Cost-Carriern extra bezahlen.
:arrow: das stimmt auch nicht, bei vielen Billigfliegern gibts Bordservice kostenlos, nur bei den englischen nicht

oder "Die Maschinen der Billig-Airlines sind häufig extrem eng ? die Beine auszustrecken ist kaum möglich! "
:arrow: Ja ok, der Sitzabstand ist etwas geringer und abgesehen davon, das es in jeder Maschine für große Menschen extra XL Sitze gibt, ist es absolut nicht wahr, das man seine Beine nicht ausstrecken kann.

Also warum wird gerade so undifferenziert berichtet?
Fanta4
 

Beitragvon Sarah » 28.09.2007, 18:22

zunehmend mehr Billigflieger haben nun schon eingeschwenkt. Bei Air Berlin, TUIfly, Condor, LTU und anderen deutschen Billigfliegern wird nun der Endpreis ausgewiesen.

Nur was ist mit den englischen Billigflug Airlines? Wann ziehen die nach?
Sarah
 

Beitragvon reisetiger » 29.05.2008, 12:27

Vorschlag


Megaflieger.de bietet jetzt einen Billigflieger Preisvergleich an. Vorteil: Hier werden alle wichtigen Billigflieger miteinander verglichen und die Endpreise angezeigt. So kann keiner mehr schummeln!



Hier: http://www.megaflieger.de/billigflug-manager.php
reisetiger
 

Beitragvon Horst33 » 23.08.2008, 08:58

bei airberlin, condor und tuifly werden doch schon die Preise als Endpreise, auch komplettpreise angezeigt und beworben. Ich glaube nur die englischen Billigflieger und Germanwings macht das noch nach alter Methode
Horst33
 

 


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